Jiaogulan

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Gynostemma pentaphyllum

Kraut der Unsterblichkeit, Frauenginseng
Antioxidans - blutdruckausgleichend - herzstärkend - stoffwechselfördernd - zur Vorbeugung gegen Schlaganfall und Herzinfarkt - zur Senkung von Cholesterin, Blutzucker und Blutfetten - als krebshemmend - blutbildend z.B. nach Chemotherapie oder Bestrahlungen - zur Stärkung des Immunsystems - zur Beruhigung der Nerven - zur Steigerung der Ausdauerleistung.

Verwendung

Die Blätter der Pflanze werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin als Tee bereitet.

Ein Jiaogulan-Aufguss sollte nach der Zubereitung nicht länger als 2 Stunden stehen. Danach wird er dunkel (Oxydation) und sehr bitter. Auch als sogenannter "Eistee" ist er nicht verwendbar. Die Teeblätter werden in China und Thailand zweimal aufgegossen, wobei beim zweiten Aufguss sicherlich weniger Inhaltsstoffe freigesetzt werden. In Zentralchina werden die Blätter anschliessend oft wie Spinat verwendet und gegessen. Da in zunehmendem Masse Krebsbetroffene Jiaogulan anwenden, sei darauf hingewiesen, daß man den Tee überdosieren kann. Dieses betrifft Rachenraum, Zahnfleisch- und Kehlkopfbetroffene. Auch bei Schleimhauterkrankungen sollten starke Aufgüsse vermieden werden.

In Thailand und China werden frische Blätter als Salat oder spinatähnlich verwendet. In Europa gibt es Verwendungsversuche in Krautsalat und in Kräuterbrot.

Beschreibung

Gynostemma pentaphyllum ist eine kletternde, einjährige bis ausdauernde, schlanke krautige Pflanze, fein behaart bis verkahlend und erreicht Wuchslängen von 4 - 8 m. Sie bildet Wurzelknollen als Überdauerungsorgan aus. Die Ranken sind gegabelt, selten einfach. Die häutigen bis papierartigen, annähernd symmetrischen, unpaarig gefiederten Laubblätter sind einfach bis fussförmig aus 5 - 7 Blättchen zusammengesetzt und von eiförmiger über umgekehrt-eiförmiger bis lanzettlicher Form. Das endständige Blättchen ist 4 - 14 cm lang und 2 - 5 Zentimeter breit, alle weiteren kleiner. Die Blättchen sind spitz bis stumpf an der Spitze, am Ansatz stumpf bis keilförmig zugespitzt und am Rand unregelmässig gesägt, wenn behaart, dann vor allem entlang der Nervatur.

Die Art ist zweihäusig getrenntgeschlechtig. Die Blütenstände sind bis zu 30 cm lang und herabhängend. Die Blüten sind mit kleinen Tragblättern versehen, die dreieckigen Kelchabschnitte 0,5 - 2 cm lang, die gelblich-grünen Kronlappen dreieckig-lanzettlich und 2 - 3 Millimeter lang.

Die Früchte sind runde und glatte Beeren mit einem Durchmesser von 5 - 8 mm, die dunkelgrün bis fast schwarz werden, wenn sie reif sind.

Heilwirkung

Eine Anregung des wirksamen, körpereigenen Enzyms Superoxiddismutase, welches ein äusserst wirksames Antioxidans ist. Herzstärkung. Verbessert die Pumpleistung des Herzens, auch damit die allgemeine Durchblutung. Der Blutdruck wird wie bei bei Ginseng in normalen Bahnen gehalten. Es senkt vor allem den LDL-Spiegel und auch die Tryglyceride. Es verhindert die Verklumpung der Blutplättchen. Die Tätigkeit der Lymphozyten wird gestärkt. Besonders die Bildung weisser Blutkörperchen wird unterstützt. Senkt Blutzucker und Blutfette.

Ginsenosid Hr 2 ist ein im Ginseng in einer Menge von o,oo1% vorkommendes, besonders tumorhemmendes Glykosid. Das Gynostemma pentaphyllum enthält auch diese Glykosid, aber in wesentlich grösserer Konzentration. Stressabbauend. Ausgleichende Wirkung auf das Nervensystem. Stoffwechselfördernd. Durch das Zusammenspiel von besserer Kapillar- und Herzdurchblutung erklärt sich die stoffwechselanregende Wirkung. Unterdrückung von Husten. Verdauungssäure vermehren. Kann Erregungen produzieren. Sie kann als Kraut benutzt werden, um Krankheiten von Leber- und Gallenblase zu behandeln. Antioxidanz.

Was ist Jiaogulan?

Im Jahre 1987 startete in der Provinz Guizhou auf Anweisung der Regierung ein Langzeitprojekt der Medizinischen Hochschule von Guiyang. Dabei sollten chinesische Kräuter in der Region nach dem Nutzen für die Menschen untersucht werden. Dr. Liu, der Herausgeber des Jiaogulanbuches, welches als Quelle für diesen Artikel dient, stellte eine Gruppe aus 16 Forschern zusammen, die viele Jahre und etliche hundert Kräuter später auf die Pflanze Jiaogulan trafen. Bei der Untersuchung dieser Pflanze stellten sie fest, dass diese eine beeindruckende Zahl an Heilwirkungen zum Vorschein bringt.

Jiaogulan ist eine Pflanze, welche in vielen asiatischen Ländern in der freien Natur wächst. Dort, wo sie gefunden wird, ist sie seit Generationen als Heilkraut und Energetikum bekannt und wird als Tee getrunken. Sie soll die Ausdauer steigern, der Müdigkeit entgegenwirken, den Menschen gesund erhalten und wird als eine Art Verjüngungselixier geehrt. Entzündungen und Infektionskrankheiten seien damit ebenso zu behandeln wie Bronchitis oder Husten und selbst Herzrasen und chronische Müdigkeit sollen mit ihrer Hilfe in Griff zu bekommen sein.

Erste Dokumentationen der Pflanze fanden jedoch schon lange vor der zufälligen Entdeckung in 1987 statt. Die frühen Überlieferungen scheinen ausnahmslos aus China zu stammen, wo die Pflanze bereits 1406 als Wildgemüse bei Hungersnöten eingesetzt wurde. Erste medizinische Überlieferungen stammen aus dem Jahr 1578, wo die Pflanze zur Behandlung von Entzündungen im Hals- und Rachenbereich und blutigem Urin zum Einsatz kam. Auch später tauchen Beschreibungen von Jiaogulan immer wieder in der Literatur auf.

Erstbeschreibung

Die Erstbeschreibung durch den schwedischen Naturforscher Carl Peter Thunberg unter dem Namen Vitis pentaphylla wurde 1784 veröffentlicht. Der deutsch-holländische Botaniker Carl Ludwig Blume überstellte sie 1825 als Gynostemma simplicifolium in eine andere Gattung. Der japanische Botaniker Makino Tomitarō hielt 1902 diese Entscheidung bei, verwandte jedoch wieder das Artepitheton der Erstbeschreibung durch Thunberg und schuf so das heute gültige Taxon Gynostemma pentaphyllum.

Kraut der Unsterblichkeit

Guizhou, Südchina - hier werden die Menschen aussergewöhnlich alt und sind gesund bis ins hohe Alter. Sie alle trinken einen Tee aus einer Pflanze namens Jiaogulan, chinesisch Xiancao - das Kraut der Unsterblichkeit. Diese Pflanze wird dort seit Jahrtausenden als Tee getrunken und zur Vorbeugung und Heilung zahlreicher Krankheiten verwendet. Nachdem wissenschaftliche Studien die Wirkung dieser Pflanze belegen konnten, ist die Pflanze inzwischen immer öfter auch in heimischen Märkten zu finden.

Wächst bis auf 3200 m Höhe

Gynostemma pentaphyllum ist in China, Taiwan, Japan, Korea, Thailand, Indien und im gesamten malesischen Raum beheimatet, sie besiedelt Dickichte und steigt von Meereshöhe an bis auf 3200 m Höhe.

Jiaogulan & die traditionelle chinesische Medizin

Wieso findet man Jiaogulan nicht in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM)?

Jiaogulan war zur damaligen Zeit nicht über ihre natürlichen Wachstumsregionen bekannt. Dies sind die südchinesischen Bergregionen, wie beispielsweise der Fanjing-Berg. In diesen Regionen, in denen die Bevölkerung anstelle des traditionellen grünen Tees Jiaogulan-Tee trinkt, werden bemerkenswert viele Menschen über 100 Jahre alt. Man verbindet diese Tatsache mit der Wirkung von Jiaogulan - dem Kraut der Unsterblichkeit.

Da diese Regionen jedoch sehr weit von Zentralchina, dem Entstehungsort der TCM, entfernt sind, ist es nicht verwunderlich, dass die Pflanze nicht in den Werken der traditionellen chinesischen Medizin zu finden ist. Dennoch gibt es eine Beschreibung der Eigenschaften von Jiaogulan in der Sprache der TCM:

"(Jiaogulan ist) süss, leicht bitter, neutral und warm. Er erhöht das "Yin" und unterstützt das "Yang". Man kann ihn verwenden, um die Wiederstandskraft gegen Infektionen zu erhöhen und um Entzündungen zuheilen"
(Michael Blumert & Dr. Jialiu Liu, Jiaogulan, Chinas Pflanze der Unsterblichkeit)

Jiaogulan ist Ginseng teilweise weit überlegen

Jiaogulan ähnelt in seiner Wirkung dem hierzulande nur sehr teuer erhältlichen Ginseng, ist diesem jedoch teilweise weit überlegen und sehr günstig erhältlich. Das Kraut soll vor allem bei Herz-Kreislauf-Krankheiten, Lebererkrankungen, chronischer Bronchitis helfen und wird zudem in China zur Förderung der Abwehrkräfte und zur Hemmung des Krebswachstums eingesetzt. Selbst zur Leistungssteigerung im Sport soll sich das Kraut bereits bewährt haben.

Die Blätter der Pflanze werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin als Tee bereitet. In Thailand und China werden frische Blätter als Salat oder spinatähnlich verwendet. In Deutschland gibt es Verwendungsversuche in Krautsalat und in Kräuterbrot.

natürliches Heilmittel

Wie bereits in der Geschichte des Jiaogulans beschrieben, wird das Kraut der Unsterblichkeit schon seit langer Zeit in seiner Heimat als Heilpflanze eingesetzt. Vor hunderten von Jahren kannten die Bewohner der chinesischen Provinzen, in der Jiaogulan wächst, bereits die Heilwirkungen der Pflanze und und nahmen die Pflanze täglich in Form eines Tees zu sich.

Nach seiner Wiederentdeckung durch die Wissenschaftler wurde Jiaogulan auch einer Vielzahl medizinischer Studien unterzogen, die eine besonders verblüffende Wirkungsvielfalt nachweisen konnten. Inzwischen wird die Pflanze sogar in einigen Krankenhäusern Chinas zur Behandlung von chronischer Bronchitis eingesetzt.

Die folgendenden Ausführungen sind grösstenteils aus dem Jiaogulanbuch von Michael Blumert & Jialiu Liu entnommen. Dieses Buch enthält zu den einzelnen Wirkungen sehr genaue, wissenschaftliche Beschreibungen zu den einzelnen Wirkungsbereichen der Pflanze, sowie nähere Informationen über die chemischen Inhaltsstoffe von Jiaogulan.

Zudem sei anzumerken, dass Jiaogulan als ein natürliches Heilmittel beschrieben ist und daher nicht bei jedem Menschen im gleichen Umfang wirkt. Es soll sogar vorkommen, dass Jiaogulan bei Ihnen gar nicht wirkt. Doch da bei der Pflanze keinerlei Nebenwirkungen bekannt sind, kann ein Versuch kein Fehler sein.

Antioxidative Eigenschaften

Freie Radikale, die im Körper bei verschiedenen Stoffwechselprozesse entstehen, können die Zellen im Körper durch Oxidation beschädigen. Besonders in Stresssituationen entstehen extrem viele solcher freier Radikale, aber auch Raucher und Liebhaber des Alkohols müssen mit einer höheren Anzahl an freien Radikalen in Ihrem Körper rechnen.
Im Normalfall kann der Körper selbst genügend Abwehrstoffe, sogenannte Antioxidantien, gegen die freien Radikale produzieren. Doch ist er einer besonders hohen Anzahl dieser Schadstoffe ausgesetzt, so können manchmal Körpereigene Abwehrmechanismen unter Umständen nicht mehr ausreichen.
Jiaogulan soll solche Schäden durch freie Radikale mindern, da es selbst antioxidative Eigenschaften besitzt. Jiaogulan wird in der Medizin erfolgreich bei Gefäsverengungen, Herzinfarkt, Entzündungen und Schlaganfällen und zur Vorbeugung von Senilität und Vergreisung eingesetzt. Man konnte sogar nachweisen,dass das Kraut der Unsterblichkeit es vermag, den Alterungsprozess zuverlangsamen.

Adaptogene Wirkung

Nach den Erkenntnissen des Dr. Jialiu Liu ist Jiaogulan eine der kraftvollsten adaptogenen Pflanzen, die überhaupt bekannt sind. Adaptogene bewirken eine Homeostase. Sie gleichen also innere Körperprozesse aus und stellen das natürliche Gleichgewicht des Körpers wieder her. Dabei stabilisiert die Pflanze der Unsterblichkeit nicht nur das Zentrale Nervensystem wenn es überreizt ist, sondern erregt es auch, wenn es an einem Energiemangel leidet. Da Jiaogulan laut Michael Blumert also Körperfunktionen und das Nervensystem normalisiert und ausgleicht, kann man die Pflanze dazu einsetzen, negativen Reizen besser zu trotzen und die Körpereigene Ausdauer zu erhöhen.

Cholesterinsenkende Wirkung

In einigen Versuchen wurde dem Jiaogulan auch eine cholesterinsenkende Wirkung nachgewiesen. Damit soll Jiaogulan die Grundlage der Todesursache Nummer eins bekämpfen, denn zu hohe cholesterinwerte führen zu Arteriosklerose, Schlaganfällen und Herzinfarkten.

Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfällen

In weiteren Studien wurde nachgewiesen, dass Jiaogulan die Thrombosebildung verhindert und so vor Herzinfarkten und Schlaganfällen schützen soll.

Förderung der Abwehrkräfte

Durch die Anregung zur Bildung von weissen Blutkörperchen, welche für die körpereigene Bekämpfung von Infekten zuständig sind, soll Jiaogulan die Abwehrkräfte stärken. In Studien wurden gute Ergebnisse bei Patienten mit Leukozytenmangel und bei Krebspatienten mit Chemotherapie und Bestrahlung gemacht. Hier konnte die Einnahme von Jiaogulan zur Bildung weißer Blutkörperchen beitragen.

Stärkung des Immunsystems

Das Kraut der Unsterblichkeit soll dazu in der Lage sein, die Lyphozytentransformation zu verbessern und die Lymphozytenaktivität zu steigern. Dadurch werden sowohl die Abwehrkräfte von gesunden, als auch von immungeschwächte Menschen verbessert. Dies wurde durch zahlreiche Tests belegt.

Hemmung des Krebswachstums

Jiaogulan enthält Saponine, die geleichwertig mit denen des Ginsengs sind, welche für ihre krebshemmenden Wirkungen bekannt wurden. Allerdings sind diese Inhaltsstoffe in der Pflanze der Unsterblichkeit in einer wesentlich höheren Konzentration vorhanden! Ihre Krebshemmenden Wirkungen wurden wissenschaftlich nachgewiesen. Allerdings sind die Untersuchungen in diesem Bereich derzeit noch nicht weit genug Fortgeschritten um Jiaogulan in der Medizin zur Krebsbehandlung einsetzen zu können.

Aktueller Stand in der Wissenschaft

Nachdem 1972 umfangreiche Untersuchungen mit Jiaogulan zur Behandlung von chronischer Bronchitis durchgeführt wurden und eine heilende Wirkung nachgewiesen werden konnte, wurde Jiaogulan auch in den neuen Ausgaben des Lexikons der chinesischen Heilmittel aufgenommen.

Ebenfalls in den 70er Jahren wurden von einem japanischen Forscher, der auf der Suche nach alternativen Süssstofffen war und Jiaogulan aufgrund seines süsslichen Geschmacks untersuchte, erstaunliche Parallelen zu Ginseng entdeckt. Ein weiterer japanischer Forscher isolierte aus dem Jiaogulan insgesamt 82 verschiedene Saponine, von denen vier identisch und 17 ähnlich denen des Ginseng waren. Zum Vergleich: Ginseng besitzt "nur" 28 Saponine.

In der folgenden Zeit wurden immer weitere Heilwirkungen des Jiaogulan bekannt und erforscht. Sogar tumorhemmende Wirkungen beim Menschen und die Verbesserung der zellulären Abwehr des Menschlichen Organismus wurden nachgewiesen.

Stärkung der Herz-Kreislauf-Funktion

Wissenschaftler konnten nachweisen, dass Jiaogulan die Herzleistung verbessert. Durch die verbesserte Pumpleistung des Herzens sinkt folglich der Puls. Daher wird die Pflanze zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, erhöhung der Ausdauer und schnelleren Regeneration des Körpers bei Leistungssportlern eingesetzt. Dem Jiaogulanbuch zufolge sollen die Wirkstoffe der Pflanze in dieser Hinsicht sogar wirksamer als die des Ginsengs sein.

Senkung eines erhöhten Blutdrucks

Chinesische Ärzte verschreiben zur Behandlung von Bluthochdruck unter anderem Jiaogulan. Das Kraut der Unsterblichkeit hilft, den Blutdruck wieder in den richtigen Bereich zu bringen. Gypenoside, die Inhaltsstoffe des Jiaogulan wirken in beide Richtungen. Das heisst, dass auch ein niedriger Blutdruck durch Jiaogulan wieder normalisiert werden kann. In klinischen Studien wurde sogar nachgewiesen, dass Jiaogulan zur Blutdrucksenkung durchaus mit blutdrucksenkenden Medikamenten mithalten kann.

Behandlung von Diabetes Mellitus

Derzeit streben einige Studien nach einem Nachweis, dass die Pflanze auch zur Behandlung von Diabetes Mellitus geeignet sein soll. Allerdings sind hier noch nicht ausreichend Studien für einen wissenschaftlichen Beweis vorhanden.

Behandlung von Lebererkrankungen

In einigen Experimenten wurde nachgewiesen, dass Jiaogulan auch bei der Behandlung von Leberschäden und Hepatitis eingesetzt werden könnte.

Linderung chronischer Bronchitis

Ursprünglich wurde Jiaogulan vom chinesischen Volk zur Behandlung von chronischer Bronchitis eingesetzt. Wissenschaftliche Studien haben nun nachgewiesen, dass das Trinken des Jiaogulantees tatsächlich zu einer Linderung der Erkrankung führen kann.

Jiaogulan-Aufguss

Ein Jiaogulan-Aufguss sollte nach der Zubereitung nicht länger als 2 Stunden stehen. Danach wird er dunkel (Oxydation) und sehr bitter. Auch als sogenannter "Eistee" ist er nicht verwendbar. Die Teeblätter werden in China und Thailand zweimal aufgegossen, wobei beim 2. Aufguss weniger Inhaltsstoffe freigesetzt werden. In Zentralchina werden die Blätter anschliessend oft wie Spinat verwendet und gegessen. Da in zunehmendem Masse Krebsbetroffene Jiaogulan anwenden, sei darauf hingewiesen, dass man den Tee überdosieren kann. Dieses betrifft Rachenraum, Zahnfleisch- und Kehlkopfbetroffene. Auch bei Schleimhauterkrankungen sollten starke Aufgüsse vermieden werden.

Nebenwirkungen

Bei normaler Dosierung sind keinerlei Nebenwirkungen bekannt. Lediglich bei einer sehr grossen Überdosis können Nebeneffekte auftreten. In einer Studie litten Versuchspersonen bei extremer Überdosierung unter Übelkeit und verstärkten Darmbewegungen.

Zudem ist von anderen Saponinen bekannt, dass sie- in extrem grosser Menge eingenommen- hämolytische Effekte zeitigen können. Das heisst, dass einige rote Blutkörperchen zerstört werden können.

Dr. Subhuti Dharmamananda vom "Institute for Traditional Medicine (ITM)" in Portland, Oregon (USA) gibt folgende Höchstgrenzen für die Einnahme von Saponinen im Allgemeinen und Jiaogulan im Besonderen an. Ein Maximum an gesundheitlichen Effekten verbindet sich so mit einem Minimum an möglichen Nebenwirkungen.

Empfohlende Höchstgrenzen

Kultivierung und Anbau von Jiaogulan

Wer nicht nur getrockneten Jiaogulantee trinken möchte oder auch einmal einen Salat aus frischen Jiaogulanblättern, ein Jiaogulan-Brot oder den Jiaogulan-Sekt selbst herstellen möchte, sollte sich das "Kraut der Unsterblichkeit" nach Hause holen.
"Meine Pflanze hat garantiert keine Wachstumsbeschleunigenden Düngestoffe oder ungesunde Düngemittel bei der Aufzucht erhalten!" - Das kann jeder behaupten, der seine Pflanze von klein auf aufgezogen hat. Wer seine Pflanzen aus den Samen selbst züchtet, kann sich zudem sicher sein, dass er keinen Generationen alten Ableger in den Händen hält, sondern eine frisch gedeihende Pflanze der Unsterblichkeit!

Anbau zu Hause

Jiaogulan ist eine schnellwüchsige Rankenpflanze. In der Natur wächst sie entlang des Bodens. Man könnte Sie im Garten daher ganz natürlich als Bodendecker einsetzen. Da die Pflanze über Ranken verfügt, kann man sie jedoch auch an einem Gitter hochranken lassen. Man sollte bedenken, dass die Pflanze bis zu 6cm am Tag wachsen kann und man die Pflanze daher häufig nachschneiden muss oder für ausreichen Rankfläche sorgen sollte.
Sehr beliebt ist auch die Kultivierung in einer Ampel, denn die Pflanze stört es keineswegs, wenn sie hängend mit den Ranken nach unten wachsen soll.

Kultivierung aus Samen

Wer Jiaogulan aus Samen kultivieren möchte, sollte diese zunächst in lauwarmem Wasser einweichen, damit sich diese mit dem Wasser vollsaugen können. Danach werden die frisch getränkten Samen mit Erde bedeckt und an einem warmen Ort, am besten im Halbschatten gehalten.

Kultivierung aus Stecklingen

Einen Steckling schneiden
Ein Steckling wird aus einem jungen trieb (mit möglichst kleinen Blättern) knapp (ca. 1cm) unterhalb eines Blattes geschnitten. Ob der Steckling am Ende des Triebes oder in der Mitte geschnitten wird spielt keine Rolle. Sie können aus einem Trieb also mehrere Stecklinge erstellen. Es sollten ca. 2-3 kleine Blätter an einem neuen Steckling sein.

Anwurzeln der Stecklinge
Das Anwurzeln kann auf zwei Arten erfolgen:
Einerseits kann man alle fertigen Stecklinge zunächst in einem Glas mit Wasser sammeln. Dort können diese dann über einen Monat hinweg Wurzeln ausbilden. Nachdem genügend Wurzeln gebildet sind, wird die Pflanze dann in einen Topf mit Erde umgepflanzt.

Andererseits können die Stecklinge auch direkt in Erde gesteckt werden. Diese sollte dann aber nicht austrocknen und auch auf eine Ausreichende Luftfeuchtigkeit sollte für eine Erfolgreiche Kultivierung dann geachtet werden. Wer Stecklinge direkt in der Erde ziehen möchte, kann größere Blätter auch direkt zur Hälfte abschneiden, um den Wasserverbrauch der Pflanze zu verringern.