Cistus incanus ssp.tauricus
Mythos der Pflanze
Der Mythos der Pflanze aus dem antiken Griechenland erzählt, die Götter auf dem Olymp hätten der Cistrose die Heilung der verwundeten Krieger zugedacht. Die Göttinnen waren aber nicht damit einverstanden, denn eine so wunderschöne Pflanze müsse auf jeden Fall für die Schönheit der Frauen da sein. Die Pflanze durfte selbst entscheiden, welche Aufgaben sie übernehmen wollte und entschied sich für beide.
Andere Namen
Cistrose, griechische Bergrose
Pflanze
- Die Zistrose ist von der wissenschaftlichen Institution Herba Historica zur Arzneipflanze Europas 1999 gewählt worden.
- Die Pflanze ist mehrjährig mit immergrünem Laub und frosthart bis ca. - 10° C.
- Herkunft: Macchia-Land der Halbinsel Chalkidiki in Griechenland.
- Höhe der Pflanze: bis 90 cm.
- Ist gut als Kübelpflanze geeignet, benötigt einen sonnigen, geschützten, warmen Standort in einem normalen, magnesiumreichen Boden mit viel Wasser, aber ohne Staunässe.
- Im Winter ins Haus nehmen und bei Temperaturen über 10 °C hell überwintern.
- Die Griechische Bergrose hat rosa Blüten, einen gelben Stempel und ledrige, eiförmig-lanzettliche, klebrige Blätter.
Heilwirkung
Die Besonderheit dieser Pflanze ist der hohe Gehalt an Polyphenolen und deren antioxidative sowie anticancerogene Wirkung. Cistus enthält mehr Polyphenole als Rotwein oder grüner Tee.
Innerliche Anwendungen
- gegen Hautalterung durch Bildung von Kollagen zur Festigung des Gewebes
- als Epithelschutz im Darmbereich
- bei Gastritis
- Erhöhung der Knochendichte
- Förderung der Herz- und Kreislauffunktionen
- Schutz des Zellstoffwechsels
- Stärkung der Abwehrkräfte
- Schwermetallausschwemmung ( z. B bei erhöhter Schwermetallanreicherung wie Cadmium durch starkes Rauchen oder Amalgamfüllungen),
- Erreichen des Darmfloragleichgewichts
- Die Polyphenole schützen Haut und Schleimhäute vor Bakterien, Viren und Pilzen.
Äusserliche Anwendung
- bei Neurodermitis
- Akne
- unreiner Haut
- Ekzemen
- Windeldermatitis,
- Viruserkrankungen,
- Candida,
- Infektionen
- Mykosen
- Gingivitis
- Schleimhautreizungen
Verwendete Pflanzenteile
Aus den obersten Triebspitzen mit den neuen Blättern und Blüten (aus den Blättern tritt der klebrige Ladanumharz aus) wird Tee oder Sud hergestellt. Ladanum ist ein seit der Antike geschätztes Wundheilmittel.
Tee
1 Teelöffel Kraut mit 0,25 Liter kochendem Wasser übergiessen und 5 Minuten ziehen lassen.
Sud
Zum Gurgeln und für äussere Anwendungen:
5 Teelöffel , das sind ca 10 g Kraut, in 200 ml Wasser 5 Min. auf niedrigster Stufe kochen lassen. Dann abkühlen lassen und durchfiltern. Der Sud wird dann auf die Haut aufgetragen. Er sollte eintrocknen und nicht abgetrocknet werden.
Achtung: Tee und Sud können dunkle Flecken auf Textilien verursachen.
Vermehrung
- Die Blüten blühen nur einen Tag. Dann erfolgt die Samenbildung in einer kleinen harten Kapsel mit 4 Kammern.
- Die meisten Kapseln fallen, wenn sie reif sind einfach ab.
- Die Aussaat erfolgt in einem Gefäss mit normaler Anzuchterde. Bei Keimtemperaturen um 20 °C erscheinen nach 4 Tagen die ersten Keimlinge.
- Keimzeit: ca. 5-7 Tage