Bezeichnungen

Art der Gattung

Es gibt einen Internationalen Code der Botanischen Nomenklatur (Namensgebung), der verbindliche Regeln für die Erstbeschreibung und Benennung von Pflanzen beinhaltet.
Diese Regeln sind ausgesprochen praktisch, da man sich auf diese Weise weltweit ohne grosse Sprachverwirrung über eine bestimmte Pflanze unterhalten kann. Man bedenke nur wie viele verschiedene deutsche Namen mitunter für nur eine einzige Pflanze bekannt sind.

Bei der Benennung der Pflanzen hat man sich für die alten Sprachen der Wissenschaft entschieden: Latein und Griechisch.

Fälschlicherweise werden die wissenschaftlichen Pflanzennamen häufig ganz platt als lateinische Pflanzennamen bezeichnet, obwohl viel mehr Wörter aus dem griechischen Sprachgebrauch stammen. Verstärkt wird dieser falsche Eindruck obendrein durch die Latinisierung der griechischen Gattungs- und Artnamen. (aus der griechischen Endung -os wird zum Beispiel die lateinische Endung -us).

Der wissenschaftliche Name einer Pflanze besteht immer aus zwei Wörtern. Das erste Wort bezeichnet dabei die Gattung (genus) und das zweite die Art (species). Der Gattungsname wird immer gross geschrieben, die Artbezeichnung beginnt mit einem kleinen Anfangsbuchstaben.

Glossar

Abkürzung Beschreibung
BfN Bundesamt für Naturschutz; Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Zuständig für nationalen und internationalen Naturschutz, Forschungsprojekte sowie die Genehmigung der Ein- und Ausfuhr geschützter Tier- und Pflanzenarten.
CBD Convention on Biodiversity; Übereinkommen über die biologische Vielfalt, auch Biodiversitäts-Konvention genannt. Von den Vereinten Nationen ausgehandeltes internationales Umwelt-Vertragswerk. Umfasst den Schutz der biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile und regelt den Zugang zu Ressourcen bei gerechtem Vorteilsausgleich.
CITES Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora, auch Washingtoner Artenschutzübereinkommen genannt. Regelt die Ein- und Ausfuhr von rund 6000 bedrohten Tier- und 30 000 Pflanzenarten.
CSIR Council for Scientific and Industrial Research; halbstaatliches südafrikanisches Forschungsinstitut.
Fair Wild Foundation unterstützt Staaten bei der Entwicklung nachhaltiger, fairer und wertschöpfender Management- und Handelssysteme für wild gesammelte Pflanzenrohstoffe und daraus entwickelte Produkte und unterstützt Unternehmen bei der Zertifizierung der Produkte.
ISSC-MAP International Standard for Sustainable Wild Collection of Medicinal and Aromatic Plants; Standard für nachhaltiges Sammeln und Ressourcenmanagement von Heil- und Gewürzpflanzen, entwickelt von WWF, Traffic, IUCN, BfN, Herstellern und Zertifizierern, herausgegeben von der Fair Wild Foundation.
IUCN International Union for Conservation of Nature and Natural Resources; Weltnaturschutzorganisation. Herausgeber der Roten Liste gefährdeter Arten.
Traffic Wildlife Trade Monitoring Network; gemeinsames Programm von WWF und IUCN, welches sicherstellen will, dass der Handel mit Wildpflanzen und -tieren nicht die Wildbestände und Lebensgrundlage der Menschen gefährdet; unterstützt CITES.
WWF World Wide Fund for Nature; größte internationale Umweltschutzorganisa­tion mit dem Schwerpunkt Arten- und Umweltschutz.