Wild Yam
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Yam
Indianisches Wissen über eine hormonaktive Pflanze, neu entdeckt! Jedes Lebensalter scheint für die Frauen der westlichen Welt Beschwerden und Erkrankungen bereit zu halten, die mit dem hormonellen Zyklus in Zusammenhang stehen. Sei es, dass junge Frauen Mühe haben, ihren Zyklus einzuregulieren, sie sich später vergeblich Kinder wünschen, sich ab 35 prämenstruelle Beschwerden verstärken oder sie mit dem Älterwerden über Hitzewallungen, Schlafstörungen und Depressionen klagen. Stress, Umweltgifte, Hormonstörungen, Rollenzuweisungen, was auch immer wir für die Zunahme dieser Erscheinungen verantwortlich machen, es bleibt der Wunsch nach Linderung oder Heilung.
Wenn die Schulmedizin nur Hormontherapien zu bieten hat, die mit allerlei Nebenwirkungen und Langzeiteffekten behaftet sind, hilft oft die Rückbesinnung auf alte Heilmittel und der Blick über den kulturellen Tellerrand. Eine Freiburger Ärztin und Autorin des "Frauenheilbuches" ist bei den mittelamerikanischen Indianern fündig geworden. Dioscorea villosa, die medizinische Yam-Wurzel, wurde von ihr wiederentdeckt und erforscht.
In der Naturheilkunde wird Wild Yam zur Linderung von Wechseljahrbeschwerden, gegen PMS und zur Empfängnisverhütung eingesetzt. Die wilde Yam-Wurzel enthält grosse Mengen Diosgenin, eine Substanz, die dem Gelbkörperhormon ähnlich ist und in verschiedenen Publikationen auch als "natürliches" Progesteron bezeichnet wird. Doch obwohl Diosgenin natürlichen Ursprungs ist, unterscheidet es sich stark vom Gelbkörperhormon, welches im Körper der Frau produziert wird. Er ist in seiner Struktur dem Progesteron sehr ähnlich. Und er ist der Roh- und Grundstoff, den der Körper braucht, um sein körpereigenes DHEA verstärkt herzustellen. Diosgenin stimuliert auch die Produktion von DHEA (DeHydroEpiAndrosteron) in den Drüsen der Nebennieren. DHEA ist in der Forschung auch dafür bekannt, dass es den Alterungsprozess verlangsamt.
Progesteron ist der Baustein aller steroiden Hormone, Östrogen und Testosteron eingeschlossen. Es wird daher als das Mutterhormon bezeichnet, welches den Östrogenspiegel im Gleichgewicht hält.
Seit über 2000 Jahren ist Wild Yam in der Chinesischen Medizin bekannt und gilt als natürliches Progesteron. Das in der Yamswurzel enthaltende Diosgenin ist eine Progesteron-Vorstufe.
Art der Gattung "Dioscorea mexicana"
Es gibt einen Internationalen Code der Botanischen Nomenklatur (Namensgebung), der verbindliche Regeln für die Erstbeschreibung und Benennung von Pflanzen beinhaltet.
Diese Regeln sind ausgesprochen praktisch, da man sich auf diese Weise weltweit ohne große Sprachverwirrung über eine bestimmte Pflanze unterhalten kann. Man bedenke nur wie viele verschiedene deutsche Namen mitunter für nur eine einzige Pflanze bekannt sind.
Bei der Benennung der Pflanzen hat man sich für die alten Sprachen der Wissenschaft entschieden: Latein und Griechisch.
Fälschlicherweise werden die wissenschaftlichen Pflanzennamen häufig ganz platt als lateinische Pflanzennamen bezeichnet, obwohl viel mehr Wörter aus dem griechischen Sprachgebrauch stammen. Verstärkt wird dieser falsche Eindruck zudem durch die Latinisierung der griechischen Gattungs- und Artnamen. (aus der griechischen Endung -os wird zum Beispiel die lateinische Endung -us).
Der wissenschaftliche Name einer Pflanze besteht immer aus zwei Wörtern. Das erste Wort bezeichnet dabei die Gattung (genus) und das zweite die Art (species). Der Gattungsname wird stets gross geschrieben, die Artbezeichnung startet mit einem kleinen Anfangsbuchstaben.
Ähnlichkeit mit dem körpereigenen Progesteron
Besonders in Amerika laufen seit geraumer Zeit Studien mit der Yam-Wurzel aus Mexiko. 1936 befassten sich Forscher in Japan mit dem Wirkstoff Diosgenin. Diese Substanz ist dem natürlichen, körpereigenen Progesteron der Frauen sehr ähnlich. Der amerikanische Arzt Dr. Lee machte über 20 Jahre Studien mit natürlichem Progesteron aus Diosgenin, linderte Wechseljahrprobleme spürbar und hatte grosse Erfolge gegen die schleichende Osteoporose. Daher empfiehlt er die wilde mexikanische Yam-Wurzel speziell bei oben genannten Anzeichen. In Europa ist es relativ schwierig, die wilden mexikanischen Yamswurzeln zu erhalten, darum wird sie pulverisiert in Kapseln angeboten. Die reine Wurzel entält nur leicht über 2% Diosgenin, einer Vorstufe des weiblichen Progesteron. Extrakte dieser Yamswurzel sind auf dem Markt erhältlich und wirken stärker, denn sie enthalten bis 16% Diosgenin.
Ideal sind auch Mischungen aus der getrockneten Wurzel und dem Extrakt. Von der Pubertät bis zur Menopause ist die Frau den hormonellen Mechanismen der Drüsen unterworfen. Wenn alle Hormondrüsen normal arbeiten, kommt es zu keinen Beschwerden. Die Yamswurzel unterstützt ohne Nebenwirkungen die Hormontätigkeit mit pflanzlichem Diosgenin, das wie Progesteron wirkt und den periodischen Hormonwechsel im Körper der Frau harmonisiert.
Diosgenin stimuliert auch die Produktion von DHEA (DeHydroEpiAndrosteron) in den Drüsen der Nebennieren. DHEA ist in der Forschung bekannt als verjüngend, bzw.verlangsamt den Alterungsprozess. Natürliches Progesteron vermag die Fruchtbarkeit der Frau zu fördern. Mit der mexikanischen Yam-Wurzel kann eine künstliche Hormonbehandlung umgangen werden.
Yam (Dioscorea) wird auch Yam-Wurzel genannt
Yam (Dioscorea), auch Yam-Wurzel genannt, ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Yam-Wurzelgewächse (Dioscoreaceae). Yam ist hauptsächlich in den Tropen verbreitet. Die einzigen in Mitteleuropa heimischen Arten sind Schmerwurz (Dioscorea communis) und Balkan-Schmerwurz (Dioscorea balcanica).
Yam ist eine windende, mehrjährige, krautige Pflanze. Sie bildet Wurzelknollen als Überdauerungsorgane, die in ihrer Grösse, Gestalt, Farbe, Inhaltsstoffen und Tiefe in der Erde sehr unterschiedlich sein können. Die gestielten Laubblätter sind einfach oder zusammengesetzt.
Die Blüten sind immer eingeschlechtig, die Pflanzen sind meist zweihäusig (diözisch), selten einhäusig (monözisch). Die männlichen Blüten enthalten 6 oder 3 Staubblätter. Sie bilden dreifach geflügelte Kapselfrüchte. Die Samen haben häutige Flügel.
Einige Arten und deren Ausleseformen sind Nutzpflanzen, sowohl als wichtige Nahrungspflanzen als auch als Heilpflanzen. Viele Yam-Arten werden wegen ihrer essbaren Wurzelknollen als Nahrungsmittel angepflanzt.
Bei der am meisten angebauten Art erreichen die unterirdischen Knollen eine Länge von bis zu 2 Metern, ihr Geschmack ist süsslich und ähnelt Esskastanien und Kartoffeln. Sie haben eine dunkelbraune bis schwarze Haut, sind reich an Provitamin A sowie Kalium und wirken roh gegessen toxisch. Wild Yam ähnelt geschmacklich und optisch den Süsskartoffeln, sind aber nicht mit ihnen verwandt. In Südamerika, Afrika und der Karibik ist Yam weit verbreitet, in Europa jedoch im Gegensatz zur Süsskartoffel nur selten erhältlich. In den Tropen ein wichtiger Stärke-Lieferant. In China sind Projekte im gange, mit Hilfe gentechnischer Methoden Sorten von Yam-Arten zu züchten, die als Energiepflanzen für die Erzeugung von Ethanol-Kraftstoff optimiert sind.
Seit Jahrhunderten wird Wild Yam in vielen Kulturen als Nutzpflanze angebaut und verzehrt. Eine Sonderstellung nimmt dabei die wilde Yam-Wurzel aus Mexiko ein. 1942 entdeckte der Forscher Russell Marker aus den USA, dass die mexikanische, wilde Yam-Wurzel einen bemerkenswerten Gehalt des Steroids Diosgenin aufweist. Dem menschlichen Organismus können Steroide zum Aufbau körpereigener Progesterone dienen. Progesteron ist ein bedeutender Bestandteil des Hormonhaushaltes der Frau, sowie auch des Mannes. Besondere Bedeutung hat dieses Sexualhormon während des weiblichen Menstruationszyklus und in der Schwangerschaft. Die mexikanische, wilde Yam-Wurzel wird auf Grund ihrer Inhaltsstoffe von vielen Frauen sehr geschätzt.
Anti-Aging-Mittel
Wild Yam hat harmonisierende und regulierende Auswirkungen speziell auf den Organismus einer Frau, aber auch Männer können von der Mexican Wild Yam-Wurzel profitieren.
Die Knollen dienen aufgrund ihres Stärkegehaltes, der vergleichbar mit denen einer Kartoffel ist, als vollwertiges Lebensmittel. Die Blätter der Yam-Wurzel werden in Indien als Tee getrunken, dem auch eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt wird.
Die mexikanische Yam-Wurzel zeichnet sich besonders durch ihren bemerkenswerten Gehalt des Steroids Diosgenin aus. Diosgenin ähnelt dem körpereigenen Progesteron, das als Sexualhormon sowohl den weiblichen, als auch den männlichen Hormonhaushaltes beeinflusst. Naturheilkundlich wird diese Wurzel als Anti-Aging-Mittel und bei Wechseljahrsbeschwerden eingesetzt.
Azteken und die Mayas kannten die Yam-Wurzel
Die Azteken in Mexiko und die Mayas in Südamerika wandten die Yam-Wurzel bereits therapeutisch an, unter anderem als Schmerzmittel zur Behandlung rheumatischer Beschwerden. Auch die Indianer Nordamerikas kannten und schätzten die Pflanze. Ihre Frauen verstanden es, damit sicher zu verhüten, ihren Körper jung zu erhalten und zu harmonisieren.
Die Männer nutzten die Knolle in geringerer Dosierung als Verjüngungsmittel. In Mittel- und Nordamerika wird sie seit langer Zeit als Mittel gegen Perioden-, Eierstock- und Wehenschmerz eingesetzt. Die europäischen Siedler in Nordamerika nutzten sie auch zur Behandlung von Koliken, Rheuma und arthritischen Beschwerden. Ihre entzündungshemmende und krampflösende Wirkung lindert den Schmerz, entspannt steif gewordene Muskeln und lässt Entzündung abklingen. Die heutige Naturheilkunde empfiehlt die Yam-Wurzel auch bei Dickdarmentzündungen (Kolitis) und Darmwandschwäche (Divertikulitis). Langfristige Anwendung hilft zudem bei Dauerstress, weil sie natürliche Vorstufen der Nebennierenhormone enthält.
Wild Yams oder Dioscorea villosa, haben eine extrem lange Geschichte der Nutzung in Mittelamerika als natürliche Schmerzmittel und war beliebt bei den alten Azteken und Mayas in erster Linie aus den gleichen Gründen dienen als Schmerzmittel.
Wild Yam wird auch in den Vereinigten Staaten gefunden (Osten und Mittlerer Westen), sowie in Lateinamerika, China, Afrika, Peru und Indien.
Yam-Wurzel stammt aus Nord- und Mittelamerika
Die wilde Yam-Wurzel (Dioscorea villosa) aus der Familie der Dioscoraceae stammt ursprünglich aus dem atlantischen Nord- und Mittelamerika und kommt heute weltweit vor. Die mexikanische wilde Yam-Wurzel (Dioscorea machrostachya mexicana) ist besonders wirkstoffreich und eignet sich am besten von allen Yam-Wurzeln zur Empfängnisverhütung, man nennt sie auch Cabeza.
Es ist eine bis zu 6 m lange, windende Staude mit herzförmigen Blättern, winzigen grünen Blüten und dickem, fleischigem Wurzelstock. Wild Yam benötigt Sonne und fruchtbaren Boden. Wurzeln und Knollen werden im Herbst geerntet und enthalten die Wirkstoffe Steroidsaponine (primär Dioscin), Phytosterole (ß-Sitosterol), Alkaloide, Gerbstoffe und Stärke. Yam wirkt krampflösend, entzündungshemmend, antirheumatisch, schweisstreibend, harntreibend, galletreibend und ist leberwirksam.
Im Labor ist es sehr einfach möglich, aus dem Diosgenin der Yam-Wurzel mit einem weiteren Syntheseschritt Progesteron herzustellen. Auf diese Weise wurde sie der Rohstoff für den Progesteronanteil der ersten "Pillen"-Präparate. Der Östrogenanteil wurde damals in den 60er Jahren aus Stutenurin gewonnen.
Wild Yam in der Naturheilkunde
Heute wird Mexican Wild Yam in der Naturheilkunde schwerpunktmässig bei Menstruationsbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden und für die Empfängnisverhütung eingesetzt. Als natürliche Alternative zu künstlichen Hormonen vermeidet sie auch deren Nebenwirkungen. Denn seit der grossen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte sich der Verdacht, dass die langfristige Einnahme von Östrogenen bösartige Tumore der Brust und des Gebärmutterhalses begünstigen (das Erkrankungsrisiko verdoppelt sich). Zudem besteht ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Diese Präparate verursachen einen höheren Verbrauch an Vitamin C und B-Vitaminen, an Mangan und Zink und können die Folsäureverwertung stören. Der gesamte Vitaminstoffwechsel ist beeinträchtigt. Teilweise kommt es zudem zu psychischen Beeinträchtigungen und zu Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Kopfschmerzen usw.
Mexican Wild Yam verursacht diese schädlichen Nebeneffekte nicht! Es ist das bevorzugte Mittel der Ureinwohner Nordamerikas. Die Frauen verwenden die Wurzeln in frischem Zustand oder schonend getrocknet und pulverisiert, damit die Enzyme erhalten bleiben.
Wie verhütet Wild Yam?
Während der fruchtbaren Tage der Frau ist ihr Zervixschleim, das ist jene Flüssigkeit an der Scheideninnenwand, von einer Beschaffenheit, dass die Samenzellen leicht und rasch zur Eizelle wandern können. Es sind die Östrogene, welche dem Zervixschleim diese spermienfreundliche Umgebung verleihen. Einige Stunden nach dem Eisprung steigt die Menge der Gestagene im Blut schlagartig an. Sie veranlassen den Schleim, eine andere „Qualität" anzunehmen. Jetzt ist er für Spermien unüberwindlich.
Wild Yam, bzw. das darin enthaltene Diosgenin, regt die Bildung einer ähnlichen Barriere an. Ein vollständiger und dünner Film entsteht an der Scheidenwand, am Muttermund und zum Teil in der Gebärmutter. Dieser Film überdeckt den Zervixschleim und lässt die Spermien abrutschen.
Allerdings ist die verhütende Wirkung Wild Yams nicht hundertprozentig geklärt. Es gilt sogar als eher unwahrscheinlich, dass nur Diosgenin den Empfängnisschutz aufbaut, so dass allein das isolierte Diosgenin möglicherweise keine verhütende Wirkung hat.
Die Einnahme von reinem, unverändertem und vollständigem Mexican Wild Yam ist deshalb ein absolutes Muss und ein wichtiger Sicherheitsfaktor bei der natürlichen Verhütung. Weder Eireifung, Eisprung und auch der natürliche Menstruationszyklus werden unter der Einwirkung von Wild Yam in irgendeiner Weise beeinträchtigt, manipuliert oder, wie bei der Antibabypille, einfach verhindert.
Für die mittel- und südamerikanischen Ureinwohner ist Wild Yam eine geläufige Heil- und Verjüngungspflanze, die seit vielen Jahrhunderten auch zur Familienplanung eingesetzt wurde.
Ehemalige Pillenbenutzerinnen sollten sich bewusst sein, dass ihr Körper in der ersten pillenfreien Zeit mit einer verstärkten Entgiftungsphase reagieren wird und all die in der Pillenzeit aufgestauten Rückstände, z.B. Säuren und Salze, hinaus befördern wird. Wer sich dieser Tatsache bewusst ist, wird die aus diesem Grunde verstärkten monatlichen Blutungenentsprechend schätzen. Nach einigen Monaten der Umstellung und Entsäuerung wird sich die Menstruation dem Lebensstil der Frau anpassen, d.h. je gesünder die Frau lebt, desto schwächer fällt die monatliche Blutung aus.
Wild Yam zur Empfängnisverhütung
Während die Pille die Eireifung und den Eisprung verhindert und die monatliche Blutung unterdrückt, wirkt Wild Yam anders. Wild Yam sorgt nur dafür, dass an der Scheidenwand ein Film entsteht, der Spermien abrutschen lässt, damit sie ihr Ziel, die Eizelle nicht erreichen können.
Die Anwendung dieser alternativen Methode bedeutet natürlich Neuland im Umgang mit dieser Wurzel. Wir können keine Garantie und Haftung für Richtigkeit und Auswirkungen der folgenden Informationen übernehmen. Es sind Erfahrungsberichte und sollen der eigenen Meinungsbildung dienen. Die amerikanische Hebamme Willa Shaffer veröffentlichte 1986 eine Broschüre über Wild Yam zur Verhütung (Wild Yam, Birth Control Without Fear). Sie gibt den interessierten Frauen seit 1981 dieses Präparat. Die Anwenderinnen freuen sich an einer unproblematischen Menstruation, erleben harmonisierende Wirkungen und ein verbessertes Wohlbefinden durch Wild Yam.
Doch auch Wild Yam hat "Nebenwirkungen". Eine davon ist eine ausgeprägte Stärkung der Knochen. Bei rheumatischen Beschwerden, Darmentzündunden und steifen Muskeln hilft Wild Yam schmerzlindernd und entzündungshemmend. Schon die Azteken, besonders die Männer, nahmen Wild Yam als Verjüngungsmittel ein. Schädliche Nebenwirkungen kennt man bei Wild Yam nicht.
Diosgenin
Das Diosgenin, ein Dioscin-Spaltprodukt, wurde 1936 von japanischen Wissenschaftlern entdeckt. Dies führte zur Synthese des Progesterons, einem der wichtigen weiblichen Geschlechtshormone, sowie von Nebennierenhormonen wie Cortison. 1942 entdeckte der Forscher Russell Marker (USA), dass die mexikanische Pflanze, die wilde Yam-Wurzel (Mexican Wild Yam) einen hohen Gehalt des Steroids Diosgenin aufweist. Daraus wurde im Labor das Hormon Progesteron erzeugt. In den 50er Jahren wurde anschliessend von der mexikanischen Pharmafirma Syntex aus Diosgenin wildwachsender Yam-Wurzeln die 1. Antibabypille hergestellt. Mitte der 70er Jahre wurde von Mexiko, wegen zu starker Nachfrage, einen Ausfuhrstopp für die Wurzel verhängt.
Darum verwendet man auch andere medizinische Arten, besonders die nordamerikanische Barbasco-Variante und die chinesische Yam-Wurzel Shen-Yao. In China wird sie seit 2000 Jahren medizinisch genutzt und ist dort Teil der „Tablette der 8 Zutaten“. Sie wird traditionell verwendet, um eine Unterfunktion der Schilddrüse, Nierenentzündung sowie Diabetes zu behandeln. Man verschreibt sie in China als mildes Tonikum bei Müdigkeit, Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit. Die chinesische Yam-Wurzel Shen-Yao hilft gegen übermässiges Schwitzen, Harndrang und chronischen Durst und wird auch bei chronischem Husten, Scheidenausfluss und Spermatorrhoe (unwillentlicher Samenabgang) eingesetzt.
Forscher sind weltweit im Auftrag der Pharmaindustrie unterwegs und untersuchen Pflanzen, vor allem solche, die bei Naturvölkern als Heilpflanzen gelten. Sie extrahieren aus ihnen alle Substanzen und beobachten ihre Wirkungen in Tierversuchen. Dabei stiessen sie auch irgendwann auf eine mexikanische Kletterpflanze, die eine Substanz mit hormonähnlicher Wirkung besass.
In den Anfangszeiten widmeten sich mehrere Forscher der Idee, Frauen kurzfristig unfruchtbar zu machen, in dem ihnen Schwangerschaftshormone verschrieben wurden. Dabei experimentierten sie mit Hormonen tierischer Herkunft, sowie mit der hormonähnlichen Substanz aus dieser Kletterpflanze. Man extrahierte, veränderte, mischte und verabreichte diese künstlichen Hormonmixturen und die Frauen wurden nicht mehr schwanger. Allerdings fühlten sich die Frauen rundum unwohl. Das lag daran, dass nach der Zulassung der ersten Antibabypille im Jahre 1961 die reinsten Hormonbomben eingesetzt wurden. Die erste deutsche Pille hiess „Anovlar", was übersetzt so viel wie „kein Eisprung" bedeutet.
Phyto-Östrogene
Nach Absetzen der WHI-Studie im letzten Sommer, sind die Frauen verunsichert, ob sie bei Wechseljahrbeschwerden zur Hormonersatztherapie greifen sollen oder nicht. Nun könnte die sogenannte Phyto-Therapie eine Alternative bieten.
Phyto-Östrogene kommen in der Nahrung und in Pflanzen vor: zum Beispiel in Soja, Rotklee, Getreide, Hülsenfrüchten, Yam usw. Sie können bei Wechseljahrbeschwerden wie Wallungen, Schlaflosigkeit, Trägheit, Depressionen und ähnlichem positiv wirken. Da sie aber niedriger dosiert sind und eine andere Wirkungsweise haben als chemisch hergestellte Östrogene, scheinen Phyto-Östrogene nicht die gleichen Nebenwirkungen zu haben, wie zum Beispiel das durch Hormonersatztherapie erhöhte Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.
Der genaue Wirkungsmechanismus ist noch unklar. Ebenso unklar ist die Menge an Phyto-Östrogenen, die frau zu sich nehmen muss, um die Beschwerden zu lindern oder gar zu beseitigen. Viele Produkte, Nahrungsmittel ausgenommen, laufen unter Nahrungsergänzungsmitteln und müssen zum Teil von Apotheken im Ausland bezogen werden.
Es gibt erst wenige Studien über die Wirkung von Phyto-Östrogenen und deren Ein-fluss auf Knochen, Herz-Kreislauf, Gehirn usw. Die Zukunft wird zeigen, ob Phyto-Östrogene so wichtig werden, wie es heute die chemische Hormonersatztherapie ist.
Literatur
- Willa Shaffer: "Wild Yam: Birth Control Without Fear", Woodland Health Books, Provo (Utah, USA) 1986.
- Willa Shaffer: "Diary Of A Country Midwife" , Willa Shaffer, Bay City (Texas, USA) 1994.
- Michael Bennett: "Wild Yam: Nature' s Source of Phytohormones" , Optimal Healthspan Publications, Vista (California, USA) 1997.
- Rita Elkins: "Wild Yam: Nature's Progesterone", Woodland Publishing, Pieasant Grove (Utah, USA) 1999.
- H.J. Stammel: "Die Apotheke Manitous", Rowohlt Verlag, Reinbek 1986. I"
- E. Raith, P. Frank, G. Freundl: "Natürliche Familienplanung heute", Springer Verlag, Berlin 1999.
- Roland Süssmuth (Hg): "Empfängnisverhütung: Fakten, Hintergründe, Zusammenhänge", Hänssler Verlag, Holzgerlingen 2000. '!
- Dr. Josef Rötzer: "Natürliche Empfängnisregelung", Herder Verlag, Freiburg 2000.
- Dr. Josef Rötzer: "Der persönliche Zyklus der Frau", Herder Verlag, Freiburg 1999.
Anwendung von Yam
Aus der amerikanischen Literatur geht hervor, dass Mexican Wild Yam möglichst unbearbeitet angewendet werden soll. Die Wurzeln werden meist als luftgetrocknete Ware direkt in Mexiko eingekauft. Die Rohware wird zunächst auf eine Belastung mit Keimen und Metallen hin untersucht. Erst nach einer weitern Prüfung werden die Mexican Wild Yam Wurzeln gemahlen und in Kapseln abgefüllt.
Wild Yam-Kapseln ohne auszusetzen morgens und abends je vier Kapseln zu 415 mg.
Ideal hat sich folgende Anwendung gezeigt
Beim prämenstruellen Syndrom ab dem 14. Tag des Zyklus bis zur Periode 3 mal 2 Kapseln. Bei Wechseljahrproblemen während den ersten 22 Tagen im Zyklus 3 mal 2 Kapseln und in den folgenden Tagen bis zur Periode 3 mal 1 Kapsel. Ideale Ergänzungen zur Kur sind Borretsch- oder Nachtkerzenöl, ein Vitaminkomplex und eine Hopfen-Kur, die Oestrogene zuführt.
Wichtig:
Die empfohlene Tagesdosis sollte neun Wochen lang eingenommen werden, bevor ein sicherer Schutz aufgebaut ist. Sehr junge Mädchen müssen sogar einen Vorlauf von elf Wochen einplanen.
Abweichungen:
Sehr schlanke Frauen benötigen nur Wild Yam 6 Kapseln à 415 mg täglich: 3 Kapseln morgens und 3 Kapseln am Abend. Bei Krankheiten oder hohen psychischen Belastungen sollte die Normaldosis auf 10 Kapseln täglich erhöht werden. Frauen, die ihre Ernährung ruckartig auf Naturkost umstellen, entschlacken in der Zeit sehr stark und sollten ihre Dosis auf 12 Kapseln pro Tag erhöhen.
Frauen mit hohem Gewicht, die schnell auf Frischkost wechseln, brauchen täglich 10-15 Kapseln. Wer sanft auf Frischnahrung übergeht, braucht nur eine leicht erhöhte Dosis. Wer viel Süssigkeiten verzehrt, braucht mehr. Frauen, die stabil hauptsächlich Naturkost zu sich nehmen, brauchen 4 Kapseln pro Tag.
Besonderheiten:
Ein Unsicherheitsfaktor ist unregelmässige Einnahme.
Besteht ein fertig aufgebauter Dauerfilm, ist ein einmaliges Vergessen unproblematisch. Bei längerem Aussetzen beginnt die Einnahmezeit wieder von vorne (9 oder 11 Wochen Vorlaufzeit bis zum Schutz). Man sollte Wild Yam und die Pille nicht gleichzeitig nehmen, bis ein Schutz zuverlässig aufgebaut ist. Auch wartet man nach Absetzen der Pille 2-3 Tage, bevor man mit Wild Yam beginnt. Während der Stillzeit ist die Einnahme möglich (Achtung bei Ausschlägen von Allergiker-Kindern)
Wechseljahresbeschwerden
Einmal täglich morgens 2 Kapseln mit 415 mg. Männer nehmen zur Nahrungsergänzung und Verjüngung gelegentlich 1 bis 2 Kapseln.
Bei Schwangerschaft kein Wild Yam einnehmen. 3-4 Tage vor der erwarteten Geburt können 2 Kapseln täglich genommen werden, um den Gebärkanal weicher zu machen. Wenn sich die Geburt verzögert, keine weiteren Kapseln einnehmen.


