Haronga
Samen kaufen
Der Harongabaum
Der Harongabaum gehört zu den Johanniskraut- Gewächsen. Die Pflanze ist ein 2 -12 m hoher Baum oder Strauch, der durch die symmetrische Anordnung der sehr grossen Blätter auffällt. Die Blüten sind klein und in doldenartigen Blütenständen an den Zweigenden angeordnet. Zur Nutzung wird von den grösseren Sträuchern oder Bäumen die Rinde abgeschält.
Wirkstoffe
Anthranoide, Chrysophansäure, Leucoanthocyane, hypericinähnliche Verbindungen, Flavo-nolglykoside, Gerbstoffe.
Angew. Pflanzenteil: Harongae cortex = Haronga-Rinde.
Nebenwirkungen
Keine bekannt.
Geschichte
Um 1930 beobachteten deutsche Forscher auf Madagaskar, dass Eingeborene nach einem reichhaltigen und besonders fetten Essen als Nachspeise Baumrindenstücke kauten. Es stellte sich heraus, daß diese Rindenstücke vom Harongabaum stammten. Daraufhin untersuchte man die Wirkstoffe der Rinde und stellte fest, dass sie Stoffe enthält, die hervorragend die Verdauung fördern. Besonders dann, wenn Bauchspeicheldrüse und Leber nicht richtig arbeiten. Seither finden die Extrakte von Haronga madagascariensis häufig Verwendung in Homöopathie und Phythotherapie.
Bezeichnungen
| Deutsch | Drachenblutbaum |
| Englisch | Dragon`s blood tree |
| Französisch | Guttier de Gabon |
Botanische Beschreibung
- Baum oder Strauch, 4 - 10 cm hoch, mit stark verzweigter Krone.
- Blätter immergrün, gegenständig, elliptisch-oval, an der Basis abgerundet bis herzförmig, 5 - 22 cm lang und 4 - 10 cm breit. Glänzend, mit Sekretbehältern. Infloreszenz vielblütig, terminal, doldenartig, bis 20 cm im Durchmesser
- Blüten klein, weiss mit je 5 Kelch und Kronenblättern
- Staubblätter 3 - 4, Fruchtknoten gefächert mit 2 Samenanlagen pro Fach.
- Griffel 5
- Steinfrüchte rundlich, ca. 4 mm, rötlich gefärbt.
- Samen ca. 10, zylindrisch, mit schwarzen Drüsenhaaren und netziger Oberflächenstruktur.
Verwendete Teile
Harunganae madagascariensis cortex et folium, Harungana-madagascariensis-Blätter, Harungana-madagascariensis-Rinde, Harungana-madagascariensis hom. HAB1, Haronga madagascariensis hom. HPUS88
Die Bauchspeicheldrüse
Dass man auf seine Leber achten sollte, ist wohl jedem Menschen mit Gesundheitsbewusstsein klar. Doch das Organ, das mit der Leber und Galle eine Trias, also eine Funktionseinheit bildet, die Bauchspeicheldrüse, ist viel zu wenig im Bewusstsein der Menschen.
Bauchspeicheldrüsenerkrankungen gehören in die Hände von Ärzten. Doch ein bisschen mehr an Aufklärung, was wir zum Erhalt der Gesundheit und Funktionsfähigkeit unserer Bauchspeicheldrüse tun können, kann nicht schaden.
Wenn bereits eine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz besteht, hilft eine Pflanze aus Madagaskar:
Haronga (Harungana madagascariensis): "Entdeckt" wurde die Wirkung der Pflanze, als der deutsche Homöopath Wilmar Schwabe staunend beobachtete, wie die Madegassen das Essen von extrem fettreichen Teilen der Schafe ohne Probleme verdauen konnten, indem sie Stückchen der Baumrinde des Strauches kauten. Untersuchungen ergaben, dass die Inhaltsstoffe der Haronga die exokrine Pankreassekretion anregen können, gleichzeitig wird die Sekretion von Magensaft und Gallenflüssigkeit angeregt. Haronga hat auch eine leberstärkende Wirkung und als Angehöriger der Johanniskrautgewächse eine stimmungsaufhellende Wirkung.
Achtung
Ähnlich wie Johanniskraut macht Haronga lichtempfindlich, also Hut aufsetzen, wenn man in die Sonne geht.
Verbreitung
Die weiteste Verbreitung findet H. madagascariensis in den Gebieten des tropischen Afrikas wie Angola, Gabun, Goldküse, Guinea, Kamerun, Liberia, Madagaskar, Nigeria, Senegal, Sierra Leone, Sudan, in Ostafrika und im Tanganyika-Gebiet.
Anwendung
Dyspeptische Beschwerden und leichte exokrine Pankreasinsuffienz.
1. Alkoholauszug
2. Direkteinnahme des Pulvers.
Wirkung/Einsatz
Bei verminderter Funktion der Bauchspeicheldrüse, schwacher Magensaft- und Magensäureproduktion, schwacher Leber- und Gallenfunktion, Völlegefühl, Druckgefühl im Oberbauch, Verdauungsstörungen, Blähungen; beseitigt Verdauungsbeschwerden nach dem Genuss zu fetter Speisen.
Dosierung und Art der Anwendung
Einnahme
Mittlere Tagesdosis: 7,5 - 15 mg eines wässrig-alkoholischen Trockenextrakts, entsprechend 25 - 50 mg Heilpflanze.
Zubereitungen aus Horongarinde mit -blättern sollen nicht länger als 2 Monate angewendet werden.
Volkstümliche Anwendung
Haut
Eine Photosensibilisierung ist besonders bei hellhäutigen Personen möglich, hervorgerufen durch Hypericin und Pseudohypericin.
Gegenanzeigen
Akute Pankreatitis und akute Schübe chronisch rezidivierender Pankreatitis, schwere Leberfunktionsstörungen, Gallensteinleiden, Verschluss der Gallenwege, Gallenblasenempyem, Ileus.
